Food4Alps © Food4Alps

Food4Alps: A transformative approach towards resource-efficient food systems in the Alpine region using institutional food providers as drivers of change

Förderprogramm

Interreg Alpenraumprogramm 2021-2027

Lead Partner

Stadt Wien - Umweltschutz

Laufzeit

01.07.2026 – 30.06.2029

Food4Alps bringt öffentliche Einrichtungen, Produzent*innen, Anbietern von Gemeinschaftsverpflegung und weitere Akteur*innen des Ernährungssystems aus dem gesamten Alpenraum zusammen, um praxisnahe Lösungen für ressourceneffizientere, resiliente und gesundheitsfördernde Ernährung zu testen und auszurollen.

Biodiversität Bodenqualität, Fischerei, Ernährung, Land- & Forstwirtschaft Gesundheit, Soziales, Sport Governance & Verwaltung, Institutionelle Kapazität & Zusammenarbeit Kreislaufwirtschaft, Natürliche Ressourcen Ländliche & Städtische Entwicklung/Planung

Food4Alps Logo

Leistungen der EuroVienna

Einreichung:

Die EuroVienna war bereits in der zweistufigen Antragsphase intensiv in die Entwicklung von Food4Alps eingebunden und arbeitete gemeinsam mit dem Lead Partner und den Projektpartnern an der inhaltlichen Konzeption sowie der strukturellen und administrativen Ausarbeitung des Antrags. Zu den Leistungen gehörten insbesondere:

  • Mitwirkung an der Konzeption und Strukturierung des Projekts, insbesondere an der Entwicklung der Work Packages und der darin abgebildeten Interventionslogik, Aktivitäten und Deliverables;
  • Inhaltliche Ausarbeitung und Abstimmung des Antrags sowie Zusammenführung, Redaktion und Qualitätskontrolle der Beiträge der Projektpartner;
  • Entwicklung und Abstimmung des Projektbudgets;
  • Organisation und Durchführung von Abstimmungsterminen, Workshops und weiteren Treffen im Konsortium zur gemeinsamen Entwicklung und Finalisierung des Antrags;
  • Beratung zu den Anforderungen des Förderprogramms und deren Berücksichtigung bei der Ausgestaltung des Antrags;
  • Laufende Abstimmung mit dem Förderprogramm gemeinsam mit dem Lead Partner, einschließlich der Teilnahme an Gesprächen mit dem Programm und der Berücksichtigung von Rückmeldungen im weiteren Antragsprozess.

Projektumsetzung:

Als Teil der internationalen Projektpartnerschaft ist EuroVienna in alle drei Arbeitspakete von Food4Alps eingebunden. Die Tätigkeit von EuroVienna umfasst drei zentrale Bereiche:

Projektmanagement: EuroVienna ist Teil des Projektmanagement-Teams und wirkt an der laufenden Projektkoordination mit. Sie betreut die gemeinsame Projektmanagement-Plattform, verfolgt Arbeitsfortschritt, Fristen, Meilensteine und Risiken und unterstützt das Projektmonitoring sowie die Vorbereitung und Qualitätssicherung von Fortschritts- und Finanzunterlagen. Darüber hinaus organisiert EuroVienna Projektmeetings, Workshops und die jährlichen transnationalen Treffen.

Kommunikationsmanagement: Als Communication Manager koordiniert EuroVienna die Entwicklung und Umsetzung der Kommunikations- und Verbreitungsstrategie. Zudem plant und koordiniert EuroVienna die Kommunikationsaktivitäten mit den Projektpartnern, betreut die Projektwebsite, die LinkedIn-Seite und weitere Kommunikationsmaterialien, überwacht die Kommunikationskennzahlen (KPIs) und stellt die Einhaltung der Kommunikationsvorgaben des Interreg-Alpenraumprogramms sicher.

Inhaltliche Mitarbeit: EuroVienna bringt ihre Expertise in den Bereichen Governance und grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein und wirkt an der Entwicklung gemeinsamer Ansätze für den Alpenraum mit. Sie vernetzt relevante Stakeholder, entwickelt Austauschformate und organisiert den transnationalen Marktdialog, wobei sie auch Kontakte aus Wirtschaft und Tourismus einbindet. Zudem koordiniert sie gemeinsam mit den Projektpartnern die Lobbying- und Policy-Aktivitäten, um Projekterkenntnisse in die politische Diskussion einzubringen. Gemeinsam mit der Stadt Mailand leitet EuroVienna die Food Education & Food Waste Campaign.

Feld © Carolina Frank

Projektzusammenfassung

Die Alpen verfügen über ein vielfältiges kulinarisches Erbe, zahlreiche lokale Produzent*innen und wertvolle natürliche Ressourcen. Gleichzeitig verhindern fragmentierte Wertschöpfungsketten, Lebensmittelverschwendung, globalisierte Lieferketten und nicht nachhaltige Konsummuster, dass die Lebensmittelsysteme im Alpenraum ihr volles Potenzial entfalten können.

Food4Alps begegnet diesen Herausforderungen, indem Stakeholder des gesamten Ernährungssystems miteinander vernetzt und die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Einrichtungen, Produzent*innen, Anbietern von Gemeinschaftsverpflegung, Forschungseinrichtungen und weiteren Praktiker*innen gestärkt wird.

Das Projekt entwickelt und erprobt praxisnahe Lösungen unter realen Bedingungen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung wie Schulen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Zu den Aktivitäten gehören Ansätze zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung, zur Stärkung einer nachhaltigen öffentlichen Lebensmittelbeschaffung, zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Produzent*innen und Beschaffer*innen sowie zur Förderung gesünderer und nachhaltigerer Ernährungsentscheidungen. Darüber hinaus untersucht das Projekt, wie die Erfassung von Umweltauswirkungen, Einrichtungen dabei unterstützen kann, fundiertere Entscheidungen über ihre Verpflegungsangebote und Beschaffung zu treffen.

Durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit, den Aufbau von Kompetenzen und den Austausch von Wissen will Food4Alps Erfahrungen aus der Praxis vor Ort in Lösungen überführen, die im gesamten Alpenraum angewendet und weiterverbreitet werden können.

Ergebnisse und Impact

Food4Alps wird fünf zentrale Ergebnisse erarbeiten:

  • Whole Alpine Food Approach (WAFA): Der WAFA-Ansatz wird in 30 Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung (IFPs) in sechs Alpenländern entwickelt und erprobt. Dabei wird gezeigt, wie Institutionen zu gesünderen und nachhaltigeren Lebensmittelsystemen beitragen können.
  • WAFA Framework: Ein gemeinsamer Rahmen für eine gesündere und nachhaltigere Ernährung in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung wird entwickelt, der eine strukturierte Grundlage für die Anwendung des WAFA-Ansatzes bietet.
  • Food Waste Reduction & Food Surplus Redistribution Pilot: Eine Pilotmaßnahme, mit der praxisnahe Ansätze zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung und zur verstärkten Weitergabe überschüssiger Lebensmittel, wird in 30 Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, erprobt.
  • Reduce & Reuse Toolkit: Ein praxisorientiertes Instrumentarium für Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, das die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt zur Lebensmittelverschwendung und Weitergabe überschüssiger Lebensmittel in konkrete Werkzeuge und Empfehlungen zusammenführt, wird erstellt.
  • Alpine Governance Recommendation Package: Empfehlungen für Entscheidungsträger*innen auf verschiedenen Ebenen, einschließlich EUSALP, zur Unterstützung ressourceneffizienter und proteinvielfältiger Lebensmittelsysteme 

Durch diese Ergebnisse will Food4Alps zu ressourceneffizienteren und resilienteren Lebensmittelsystemen, stärkeren regionalen Wertschöpfungsketten, gesünderen und nachhaltigeren Ernährungsumfeldern sowie weniger Lebensmittelverschwendung beitragen. Der transnationale Ansatz ermöglicht den Partnern, Wissen und Erfahrungen im gesamten Alpenraum auszutauschen. Gleichzeitig werden durch gezielte Verbreitungs- und Policy-Arbeit die Projektergebnisse mit Stakeholdern und Entscheidungsträger*innen aus verschiedenen Sektoren und Ebenen verknüpft. Dies soll die Übertragung und Anwendung der erprobten Lösungen über die 30 Piloteinrichtungen hinaus unterstützen und zu einem umfassenderen systemischen Wandel beitragen.

Krankenhausessen © Andrea Vaz-König

Projektpartner*innen und Projektraum:

  • Österreich
    • Stadt Wien - Umweltschutz (Lead Partner)
    • EuroVienna EU-consulting & -management GmbH
    • ZUKUNFT:ESSEN – Gutes Schulessen für alle!
  • Deutschland
    • Stadt Freiburg im Breisgau
    • Speiseräume – Büro für angewandte Ernährungspolitik gGmbH
  • Frankreich
    • Ville de Lyon
  • Italien
    • Comune di Milano
    • MAGMA Srl Impresa Sociale
  • Slowenien
    • DEOS d.o.o. – Comprehensive Care for the Elderly
    • BSC, Business Support Centre, L.t.d., Kranj
    • Chamber of Commerce and Industry of Slovenia - Chamber of Agricultural and Food Enterprises
  • Schweiz
    • Universität Bern - Centre for Development and Environment

Projektbudget:

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Interreg Alpenraumprogramms kofinanziert:

Gesamtbudget des Projekts: 2.703.609,94 EUR
Gesamtbeitrag der EU: 1.947.067,43 EUR

Website: