Internationaler Tag der Schulmahlzeiten 2026: SchoolFood4Change hebt die Rolle der öffentlichen Beschaffung hervor
12.03.2026 11:12
Am Internationalen Tag der Schulmahlzeiten 2026 hebt das Projekt SchoolFood4Change die transformative Rolle der öffentlichen Beschaffung bei der Schaffung gesünderer und nachhaltigerer Schulmahlzeiten hervor. Als Partner des Projekts SchoolFood4Change unterstützt EuroVienna die Stadt Wien bei der Umsetzung innovativer Ansätze für Schulverpflegungssysteme.
Am 12. März 2026 feiern Projektpartner in ganz Europa den Internationalen Tag der Schulmahlzeiten 2026 und heben die Bedeutung von Schulmahlzeiten für die Gesundheit und Bildung von Kindern sowie für nachhaltige Lebensmittelsysteme hervor. Im Rahmen des durch Horizon 2020 finanzierten Projekts SchoolFood4Change arbeiten Städte, Schulen und Organisationen zusammen, um die Schulverpflegung zu transformieren und gesündere sowie nachhaltigere Mahlzeiten für Schülerinnen und Schüler zu fördern.
EuroVienna ist Projektpartner von SchoolFood4Change und unterstützt die Stadt Wien bei der Umsetzung der Projektaktivitäten auf lokaler Ebene. Durch diese Zusammenarbeit trägt das Projekt dazu bei, innovative Ansätze für Schulverpflegung, Politikentwicklung und Wissensaustausch in Wien zu stärken.
Schulverpflegung wird innerhalb des Bildungssystems häufig als logistische Aufgabe betrachtet. Tatsächlich stellt sie jedoch einen der wirkungsvollsten – und oft ungenutzten – Hebel für einen systemischen Wandel im Lebensmittelsystem dar. Laut der Weltgesundheitsorganisation ist jeder vierte Jugendliche in Europa übergewichtig oder fettleibig. Dies spiegelt nicht nur individuelles Verhalten wider, sondern auch ein Ernährungsumfeld, das von stark verarbeiteten und nährstoffarmen Produkten dominiert wird. Für viele Kinder sind Schulmahlzeiten eine der verlässlichsten Quellen für nahrhafte Lebensmittel.
Gleichzeitig fordern Landwirtinnen und Landwirte faire Einkommen, und die Klimakrise drängt Gesellschaften zu nachhaltigeren Lebensmittelsystemen. Programme zur Schulverpflegung bewegen sich daher an der Schnittstelle von öffentlicher Gesundheit, Landwirtschaft und Klimapolitik.
Das Projekt SchoolFood4Change zeigt, dass Veränderungen möglich sind. In den vergangenen drei Jahren haben die Projektaktivitäten fast 4.000 Schulen in 22 europäischen Ländern erreicht und damit mehr als eine Million Kinder beeinflusst. Ein zentraler Motor dieser Transformation ist eine innovative öffentliche Lebensmittelbeschaffung.
Durch ein Umdenken bei öffentlichen Beschaffungsprozessen liefern die SchoolFood4Change-Städte bereits gesündere und nachhaltigere Lebensmittel an mehr als 3.200 Schulen. Städte und Schulen kaufen große Mengen an Lebensmitteln für ihre Kantinen ein. Indem sie ambitionierte Gesundheits-, Sozial- und Umweltstandards in öffentliche Ausschreibungen integrieren, können sie sicherstellen, dass nahrhafte und nachhaltig produzierte Lebensmittel auf den Tellern der Schüler*innen landen.
Um Städte und öffentliche Behörden bei diesem Übergang zu unterstützen, hat das Projekt praktische Leitlinien und Wissensinstrumente entwickelt, darunter ein Handbuch zur innovativen öffentlichen Beschaffung gesunder Schulmahlzeiten. Es bietet praktische Empfehlungen und Beispiele für Kommunen, die ihre Schulverpflegungssysteme durch strategische Beschaffung verbessern möchten. Weitere Informationen sowie das Handbuch sind hier verfügbar.

